Netzwerktreffen Familienlotsinnen
Der aktuelle Stand des FamilienlotsInnen-Projektes war Thema beim Netzwerktreffen im Rathaus Bersenbrück.
Dabei ging es vorrangig um die Familienlotsinnen in der Samtgemeinde Bersenbrück, deren Arbeit seit dem Auslaufen der Projektförderung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück vor einem Jahr durch Mittel aus dem Landkreis Osnabrück und der Samtgemeinde Bersenbrück finanziert wird. Die Sozialpädagogin Helene Wiebe koordiniert die Arbeit der Familienlotsinnen in Bersenbrück seit 2011 und hat deren Arbeit parallel evaluiert. Diese Ergebnisse stellte sie beim Netzwerktreffen vor. Rund 90 Familien haben in dieser Zeit die Hilfe der Familienlotsinnen in Anspruch genommen, dabei ging es in der Regel um Informationen zu Kindergärten und Schulen. Alle Familien haben Migrationshintergrund, wenn auch aus acht unterschiedlichen Nationen. Dank der Mehrsprachigkeit der sechs Familienlotsinnen, die neben Deutsch auch Russisch, Ukrainisch und Polnisch sprechen, können diese die sprachlichen Hürden in der Kommunikation mit den Einrichtungen überwinden helfen. Hinzu kommt, dass sie die kulturellen Unterschiede kennen und das Verständnis zwischen Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen fördern können. Dazu gehören Themen wie Kindergartenregeln, Frühförderung, Integrationsgruppen und Zweisprachigkeit in den Kindertagesstätten, aber auch Fragen zu diversen Schulthemen, zu alternativen Kinderbetreuungsmöglichkeiten in der Samtgemeinde oder zum Bildungspaket. „Die Familienlotsinnen sind keine Fachfrauen in diesen Themengebieten, aber sie sind die Vermittlerinnen“, brachte es Helene Wiebe auf den Punkt. Häufig genügen einmalige Informationsgespräche als Orientierungshilfe für weiterführende Kontakte – auch das hat die Evaluation deutlich gemacht. Sowohl im Rathaus in Bersenbrück und in weiteren Gemeindebüros bieten die Familienlotsinnen regelmäßige Sprechstunden an, zudem auch in einigen Kindergärten. „Der Bedarf in den Familien ist da und wir bekommen viel positive Resonanz“, berichtete Familienlotsin Tanja Pfaffenrot von ihren Erfahrungen. Ihre Kolleginnen Irina Schwarz und Alla Rudi informierten die Netzwerkteilnehmer außerdem über die Spielgruppen, die nachmittags in einigen Kindergärten stattfinden. Dort haben Eltern die Möglichkeit, neben dem gemeinsamen Spiel mit den Kindern sich auch untereinander auszutauschen. Das wird ebenfalls gut angenommen und bietet außerdem zusätzliches Integrationspotential, „da sich hier einheimische Familien und solche mit Migrationshintergrund treffen“, erklärte Irina Schwarz. „In den Spielgruppen verlieren die Eltern schnell ihre Anfangsscheu“, fügte Alla Rudi hinzu. „Die Erfahrungen der Familienlotsinnen zeigen ebenso wie die Evaluation die offensichtlichen Erfolge des Projektes und den weiteren Bedarf“, fasste Erster Samtgemeinderat Johannes Koop die Ergebnisse des Netzwerktreffens zusammen. Mit dem Landkreis Osnabrück soll nun zügig über die weitere Finanzierung und damit über die Fortführung des Projektes gesprochen werden.
In der Samtgemeinde Artland nehmen derweil fünf Frauen und ein Mann an einer Qualifizierungsmaßnahme teil, nach deren erfolgreichem Abschluss sie als FamilienlotsInnen tätig werden können. Die Palette der Herkunftsnationen ist mit Kasachisch, Türkisch, Polnisch, Afrikanisch und Litauisch-Russisch sehr bunt und bietet damit gute Chancen, den Anforderungen in Quakenbrück gerecht zu werden. „Voraussichtlich im März werden die FamilienlotsInnen im Artland ihre Arbeit aufnehmen“, sagte Christian Remark. Der pädagogische Mitarbeiter der Caritas koordiniert deren Arbeit und wird diese auch dort evaluieren. Neben ihm und Helene Wiebe verstärkt Galina Krieger als dritte pädagogische Mitarbeiterin der Caritas das Team, sie gibt ihre Erfahrungen in der Migrantenberatung an die neuen FamilienlotsInnen weiter.
In der Samtgemeinde Artland nehmen derweil fünf Frauen und ein Mann an einer Qualifizierungsmaßnahme teil, nach deren erfolgreichem Abschluss sie als FamilienlotsInnen tätig werden können. Die Palette der Herkunftsnationen ist mit Kasachisch, Türkisch, Polnisch, Afrikanisch und Litauisch-Russisch sehr bunt und bietet damit gute Chancen, den Anforderungen in Quakenbrück gerecht zu werden. „Voraussichtlich im März werden die FamilienlotsInnen im Artland ihre Arbeit aufnehmen“, sagte Christian Remark. Der pädagogische Mitarbeiter der Caritas koordiniert deren Arbeit und wird diese auch dort evaluieren. Neben ihm und Helene Wiebe verstärkt Galina Krieger als dritte pädagogische Mitarbeiterin der Caritas das Team, sie gibt ihre Erfahrungen in der Migrantenberatung an die neuen FamilienlotsInnen weiter.




















